Kultur

Bilaterale Kulturbeziehungen

Bis zum Zweiten Weltkrieg war Schweden kulturell auf den deutschen Sprach- und Kulturraum ausgerichtet, danach erfolgte eine rasche Umorientierung auf den angelsächsischen Bereich. Deutsch wurde durch Englisch als erste Fremdsprache abgelöst und muss sich heute auch als weitere Fremdsprache behaupten. Neben dem Goethe Institut und der Deutschen Schule Stockholm sind vor allem auch die 14 weiteren Partnerschulen, die im Rahmen der Initiative „Schulen – Partner der Zukunft“ gewonnen werden konnten, für die Förderung der deutschen Sprache in Schweden von besonderer Bedeutung.

Einen positiven Beitrag zur Vermittlung deutscher Kultur in Schweden leisten auch die deutschen Auslandsgemeinden sowie einige deutsch-schwedische Vereine, vor allem in den Städten Stockholm, Göteborg und Malmö.

Deutsche Filmproduktionen sind im schwedischen Kino und Fernsehen durchaus erfolgreich, wobei oft geschichtliche Themen im Vordergrund stehen. Auf schwedischen Bühnen werden neben Klassikern auch modernere Stücke inszeniert. Deutsche Ensembles und Künstler kommen regelmäßig für Auftritte nach Schweden und es findet ein reger personeller Austausch statt. Im literarischen Bereich besteht vor allem eine Nachfrage nach deutschen Klassikern. Die großen Tageszeitungen besprechen inzwischen aber auch häufiger jüngere deutsche Literatur. Die Göteborger Buchmesse kann ihren internationalen Stellenwert mit weiterhin behaupten. Deutschland, Österreich und die Schweiz arbeiten regelmäßig zusammen, um auf der Buchmesse deutschsprachige Literatur zu präsentieren – im Jahr 2011 bildete dies gar den Schwerpunkt der Buchmesse.

Zum Leben in Deutschland, und insbesondere in Berlin, erscheinen in der schwedischen Presse regelmäßig Artikel. Gerade im Kulturbereich finden sich häufig Beiträge mit Deutschlandbezug.