Deutsche Präsidentschaft im Ostseerat 2011/2012
Der Ostseerat (OSR) wurde 1992 auf Initiative der damaligen Außenminister von Deutschland und Dänemark, Hans-Dietrich Genscher und Uffe Ellemann-Jensen, gegründet. Die Gründungserklärung des OSR schuf ein regionales Forum, das nach dem Fall des Eisernen Vorhangs neue Formen der Kooperation entwickelte.
Am 1. Juli 2011 übernimmt die Bundesrepublik Deutschland für ein Jahr von Norwegen den Vorsitz im Ostseerat.
Die Mitglieder des OSR sind die Ostseeanrainer Dänemark, Schweden, Finnland, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Russland und Deutschland, sowie Norwegen, Island und die Europäische Kommission.
Am 1. Juli 2011 übernimmt die Bundesrepublik Deutschland für ein Jahr von Norwegen den Vorsitz im Ostseerat. Zur Auftaktveranstaltung am 27.Juni lud Staatsminister Werner Hoyer hochrangige Vertreter der OSR-Mitgliedsländer und der Zivilgesellschaft zu einer Podiumsdiskussion ins Auswärtige Amt.
Deutsche Präsidentschaft
Der OSR tagt im Zweijahresrhythmus auf Ebene der Außenminister, zuletzt im Juni 2011 in Oslo/Norwegen. Die Außenminister legen auf ihren Treffen die Arbeitsschwerpunkte der kommenden zwei Jahre fest.
Funktionsweise
Die ursprüngliche Aufgabe des OSR bestand in der Überwindung des Ost-West-Gegensatzes durch aktive Unterstützung der östlichen Anrainerstaaten bei ihren Transformationsprozessen von der Diktatur zur Demokratie und von der Plan- zur Marktwirtschaft.
Aufgaben und Ziele